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Aktuelle Pressemitteilung der BI
„Ärzte in Sorge: Für Kinder fehlen Klinikbetten“ – Eine Stellungnahme der Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast

Für die Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast ist das keine Neuigkeit!

Seit ihrer Gründung 2015 kämpft
sie für den Erhalt der Kinderstation, die unter dem damaligen Geschäftsführer Dr. Wygold (Kinderarzt und MBA) geschlossen wurde.
Die damalige Ministerin Hesse erklärte die Schließung als alternativlos. Diese wurde sogar mit mehreren Millionen Euro gefördert.
Das anliegende Bild zeigt das damalige, traurige, verantwortungslose Ergebnis: Kinderbetten auf dem Müll.
Zahlreiche Demonstrationen, Protestaktionen (z.B. Sperrung der Peenebrücke in Wolgast) und über 18.000 Protestunterschriften wurden ignoriert. Erst eine mit 20.000
Unterschriften erzwungene Volksinitiative, durch die Landeswahlleiterin genehmigt, führte zu einer Anhörung im Landtag. Ergebnis: Abgelehnt!


Dr. Crusius, Präsident der Ärztekammer, stellte fest: „Kinder sind unsere Zukunft!“ und äußerte, dass die Schließungen in Wolgast eine Katastrophe für die Versorgung der Bürger und der Urlauber der Region seien und dass die kinderärztliche
Notfallversorgung in der Region nicht nur „problematisch“, sondern ungelöst sei.
Nach weiteren Aktionen fühlte sich der neue Sozialminister Glawe veranlasst, zur Beruhigung der Situation (es gab Landtagswahlen mit erschütternden Ergebnissen) eine Kinderportalpraxisklinik im Krankenhaus zu installieren und für drei Jahre zu finanzieren. Über das Ergebnis der vorgesehenen Evaluierung nach drei Jahren ist trotz mehrfacher Nachfragen nichts bekannt.Das ist nur ein Beispiel, das davon zeugt, dass seit Jahren das Gesundheitswesen einer dringenden Reform bedarf. Wer zählt die Initiativen, Petitionen, erlassenen Gesetze (z.B. PbSG, PpUGV oder KHZG), Gutachten, die eingesetzten
Kommissionen, Finanzierungen (z.B. Krankenhauszukunftsfond mit 4,3 Mrd. +1,3 Mrd. von den Ländern)?
Im Jahr 2020 forderten die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, dass die Geburtshilfe im Krankenhausplan zu verankern sei. Was daraus geworden ist, erfährt man wiederum trotz Nachfrage von Frau Berger nicht.
Im April 2022 beschloss der Landtag, dass die Landesregierung eine Kommission einsetzen soll. Diese soll unter Beteiligung von Verbänden und Krankenkassen
zukunftsfähige Konzepte für die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln und deren Umsetzung voranbringen. AfD und FDP enthielten sich in der Abstimmung, die CDU stimmte gar gegen den Antrag, darunter offensichtlich auch der ehemalige Gesundheitsminister Glawe! Die aktuelle Ressortchefin Stefanie Drese (SPD) räumte unter Hinweis auf den medizinischen Fortschritt und vor allem auf die veränderte Bevölkerungsstruktur großen Reformbedarf ein. „Wir müssen in vielen Bereichen des Gesundheitswesens
Änderungen vornehmen und moderner werden“, sagte sie.
Und nun hat Bundesgesundheitsminister Lauterbach noch eine Expertenkommission ernannt. Sie soll Klinken reformieren. Dazu stellt der Gesundheitsökonom Prof. Busse
kritisch fest: „Aber brauchen wir wieder eine Kommission, die breit diskutiert, um dann festzustellen, was bekannt ist? Dass das Fallpauschalensystem seit Jahren falsche Anreize setzt, dass wir zu viele stationäre Krankenhausbetten
und Krankenhausstandorte nur in Ballungsgebieten vorhalten, dass das Zusammenspiel zwischen ambulanter und stationärer Versorgung nicht gut funktioniert, dass die Notfallversorgung im ländlichen Raum immer schlechter
wird oder dass die Pflege in der Krankenhausversorgung nicht die Rolle spielt, die sie eigentlich spielen müsste?“ Er bemängelt, dass sich die Probleme der Krankenhäuser seit Jahren im Hinblick auf deren Finanzierung, Strukturen oder
insbesondere auf deren Attraktivität für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichtbar verschärft hätten. Diese Probleme seien bereits hinlänglich bekannt und müssten endlich einmal konkret und zügig angegangen werden. „Unverbindliche Kommissionsvorschläge können dazu neigen, dringend notwendige Reformprozesse zu verschleppen, Entscheidungsträger ihrer Verantwortung zu entbinden und lösen die anstehenden Probleme letztlich erfahrungsgemäß nicht wirklich“, so Busse. „Wir sind
aktuell dabei, uns von einer guten Krankenhausversorgung zu verabschieden und dem gilt es mit Taten und nicht mit Worten entgegenzutreten!“

Dem ist nichts hinzuzufügen, meint die Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast.

Im Namen der Bürgerinitiative

Eugen Stark
– Vorsitzender –

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